
Das Museum für Naturkunde Berlin zählt zu den bedeutendsten Forschungsmuseen weltweit. Gleichzeitig verändert sich das Haus grundlegend: Die Gebäude werden saniert, Sammlungen digitalisiert und Forschungsprozesse stärker für die Öffentlichkeit geöffnet. Viele dieser Entwicklungen finden jedoch hinter den Kulissen statt und sind für Besucher*innen kaum sichtbar. Die zentrale Kommunikationsaufgabe bestand deshalb darin, diese Veränderungen nachvollziehbar zu machen und den Zusammenhang zwischen Forschung, Sammlung, gesellschaftlicher Relevanz und institutioneller Entwicklung aufzuzeigen. Statt einzelne Projekte isoliert zu kommunizieren, galt es, den Wandel des Museums als zusammenhängenden Prozess zu vermitteln.


Um dem Transformationsprozess ein klares Gesicht zu geben, entwickelten wir die Museums-Evolution als kommunikativen Rahmen. Der zuvor unter dem Arbeitstitel „Zukunftsplan“ geführte Prozess erhielt damit einen Namen, der den Wandel des Hauses verständlich beschreibt und kontinuierlich weitererzählt werden kann. Gemeinsam mit einem überarbeiteten Erscheinungsbild schufen wir eine erkennbare Klammer für unterschiedliche Themen und Entwicklungen. Statt einzelne Maßnahmen nebeneinanderzustellen, verknüpften wir sie zu einer fortlaufenden Erzählung über die Zukunft des Museums. Den Schwerpunkt legten wir auf Social Media und Bewegtbild. Dabei knüpften wir an bestehende Stärken des Museums im Videobereich an, entwickelten Formate gezielt weiter und nutzten sie, um Einblicke in Forschung, Sammlung und Transformation zu geben. So wurde die Museums-Evolution nicht nur eingeführt, sondern Schritt für Schritt mit konkreten Inhalten gefüllt.




Damit die verschiedenen Inhalte als Teil eines gemeinsamen Prozesses wahrgenommen werden, etablierten wir eine kanalübergreifende Grundstruktur. Auf YouTube, Instagram und TikTok sorgten einheitliche Thumbnails, Header, Playlists und Highlight-Strukturen für Orientierung und einen hohen Wiedererkennungswert. Gleichzeitig übertrugen wir die Gestaltung in den physischen Raum des Museums. Floorsticker, digitale Screens, Tensatoren und Plakataufsteller griffen die visuellen Elemente der Kampagne auf und stellten die Verbindung zwischen den Entwicklungen hinter den Kulissen und dem Besuchserlebnis vor Ort her. Dadurch entstand ein konsistenter Auftritt, der den Wandel des Museums über digitale und analoge Kontaktpunkte hinweg sichtbar machte.






