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Wir gestalten den LIEBESLEBEN-Stand auf dem Kirchentag

Kunde: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit

Großes Spiegelelement am Messestand mit dem Claim „Lass dich nicht verbiegen! #vielfaltgewinnt“. Der Spiegel reflektiert verzerrt das Umfeld.
Stilisiertes Instagram-Mockup, Post mit selbstbewusst und ausladend tanzenden Figuren und dem Claim „Ich lass mich nicht verbiegen!“. Im Hintergrund eine Collage von Illustrationen aus dem LiebesLeben-Kontext: Ein Kondom mit lächelndem Gesicht, ein Kussmund, ein Vibrator.

Aufklärung inmitten des Trubels 

Das Gesetz verbietet sogenannte Konversionsbehandlungen, die queere Menschen zu einer Änderung oder Unterdrückung ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität bewegen sollen. Denn sie fügen den Betroffenen erheblichen psychischen Schaden zu. Was viele nicht wissen: Trotz des Verbots durch das Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen (KonvBehSchG) gibt es hierzulande solche Maßnahmen. Deshalb ist es wichtig, öffentlich über das Thema aufzuklären und Betroffenen Beratung anzubieten.

Genau das macht die Initiative LIEBESLEBEN des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Unter ihrem Dach standen beim Kirchentag in Hannover die Themen sexuelle Gesundheit und Schutz vor Konversionsbehandlungen im Fokus. Das Ziel für den Stand war es, komplexe und häufig tabuisierte Inhalte für ein breites Publikum zugänglich zu machen – informativ, einladend und mutig. 

Instagram-Kachel mit dem Claim „Du bist gut so wie du bist!“, typografisch „laut“.

Sensibilität trifft Sichtbarkeit

Die inhaltliche und gestalterische Aufgabe war anspruchsvoll: Wie spricht man über ein gesellschaftlich hochsensibles Thema wie Konversionsbehandlungen – an einem Ort, an dem die Zielgruppen so vielfältig wie die Meinungen sind? Zusätzlich galt es, innerhalb von kurzer Zeit ein tragfähiges Konzept für den Messestand zu entwickeln, umzusetzen und zur Veranstaltung zu realisieren – mit einem begrenzten Budget und maximalem Anspruch an Wirksamkeit, Gestaltung und Tonalität. 

Skizze vom Messestand aus der Konzeptionsphase mit verschiedenen Post-it’s, auf denen mögliche Funktionen der einzelnen Bereiche wie „Chill-out Lounge“ oder „Positive Vibes“ und nähere Beschreibungen wie „Elemente zum Drehen“ oder „Musik / Kopfhörer“ stehen.

„Umdrehen ist keine Option“ als Leitidee

Für den Stand entwickelten wir die Leitidee „Umdrehen ist keine Option“. Sie wurde zum inhaltlichen und gestalterischen Dreh- und Angelpunkt – doppeldeutig, zugänglich und aufmerksamkeitsstark. Mit dem Messebauer exponatwerke entstand ein modulares Standkonzept mit interaktiven Elementen. Die Gestaltung greift Farben und Bildsprache der Initiative LIEBESLEBEN auf und überträgt sie in ein aufmerksamkeitsstarkes, niedrigschwelliges Erlebnisformat.

Interaktive Drehscheiben, die Mythen und Fakten zu sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und Konversionstherapien zeigen.
Übersichtsfoto des gesamten LIEBESLEBEN-Messestands mit farbigen Flächen, offener Architektur und verschiedenen Mitmach-Elementen.

Architektur des Messestandes

Zur Architektur des Messestandes gehören Drehscheiben mit Informationen und Mythen rund um sexuelle Gesundheit und Konversionsbehandlungen. Die Rückseite verrät jeweils, welche der Mythen wahr sind. Außerdem lädt ein großes Spiegelobjekt interessierte Menschen zur Reflexion im wörtlichen wie übertragenen Sinne ein: Auf einer Seite können sich Gäste in einem normalen Spiegel betrachten. Drehen sie das Objekt um, blicken sie auf der Rückseite in einen komplett verformten Spiegel, in dem sie sich selbst nicht mehr wiedererkennen.

Interaktive Elemente sorgten für Gespräche

Der LIEBESLEBEN-Stand setzte auch ein politisches Zeichen. So zeigte sich Bundesfamilienministerin Lisa Paus beeindruckt vom Konzept und der Umsetzung. Sie betonte öffentlich die Relevanz des Themas. Die interaktiven Elemente – allen voran das Spiegelobjekt – schufen Gesprächseinstiege und echte Reflexionsmomente mitten im Veranstaltungsbetrieb. Darüber hinaus sorgten Selfies am Spiegelobjekt für hohe Aufmerksamkeit auf Social Media. 

Doch nicht nur das Event selbst, auch die konzipierten Standmodule wirken weiter. Denn sie sind flexibel einsetzbar und bleiben als kommunikationsstarkes Format im Bestand der Initiative. So kann LIEBESLEBEN auch künftig wichtige Themen sichtbar machen – dort, wo Menschen zusammenkommen. Denn Aufklärung endet nicht nach einem Event. Und: Umdrehen ist keine Option.

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Porträtfoto von Mark Daniels.

Mark Daniels

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